Asbest

RISIKOMERKBLATT: ASBEST – EINE NATURFASER

Asbest ist ein vielseitiges Material und wurde in großen Mengen eingesetzt, bevor man herausfand, dass es hochtoxisch ist. In Europa ist der Einsatz seit 2005 verboten. Dennoch ist es auch heute noch in vielen Gebäuden und Maschinen zu finden. Schutzanzüge aus DuPont™ Tyvek® bieten langlebigen, komfortablen und robusten Schutz gegen Asbestfasern und können dazu beitragen, Arbeiter beim Umgang mit Asbest zu schützen.

Welche Gefahren gehen von Asbest aus?

Asbest ist die Sammelbezeichnung für verschiedene in der Natur vorkommende, faserförmige Silikat-Minerale. Die hitzebeständigen und hochfesten Asbestfasern wurden viele Jahre in Dämmmaterialien zur Wärmedämmung wie Isolierungen und Beschichtungen, Bodenfliesen, Bedachungen, Asbestzementerzeugnissen, elektrischen Isolierstoffen sowie Kupplungs- und Bremsbelägen eingesetzt.

Da Asbestfasern sehr spröde und brüchig sind, können mikroskopisch kleine Fasern in kleineren oder größeren Mengen in die Luft gelangen. Einatmen von Asbestfasern kann schwerwiegende Gesundheitsschäden verusachen, z. B. Asbestose, Lungenkrebs oder Mesotheliom.

Die nordischen Länder haben den Einsatz von Asbest zwischen 1970 und 1980 verboten. Großbritannien, Deutschland und Frankreich schlossen sich in den 1990er Jahren diesem Verbot an. Die Richtlinie 1999/77/EG der Europäischen Gemeinschaft verbietet den Einsatz von Asbest in allen 27 Mitgliedsstaaten seit dem 1. Januar 2005. Dennoch findet sich Asbest in zahlreichen Häusern und anderen Bauten. Arbeiter, die mit der Instandhaltung von Dämmungen in Gebäuden und inustriellen Anlagen wie Rohre, Dächer und Wände beschäftigt sind, können in hohem Maße mit Asbest in Kontakt kommen.

Risikominierumg bei Arbeiten mit Asbest

Die Richtlinie des Rates 83/477/EWG mit ihren Änderungen beschäftigt sich mit dem Schutz der Arbeitnehmer gegen Gefährdung durch Asbest am Arbeitsplatz.

Die Mitgliedsstaaten haben die Bestimmungen dieser Richtlinie in nationales Recht mit teilweise darüber hinausgehenden Anforderungen überführt. Machen Sie sich mit den in Ihrem Land geltenenden gesetzlichen Vorschriften bezüglich Schutzausrüstung vertraut!

Vor Aufnahme jeglicher Arbeiten muss eine umfassende Gefährdungsbeurteilung durchgeführt werden und entsprechende vorbeugende Maßnahmen getroffen werden. Arbeitgeber sind verpflichtet, für erforderliche Arbeitsorganisation, Ausrüstung (inkl. geeigneter persönlicher Schutzausrüstung, PSA), sichere Arbeitssysteme, Schulung, Information und Überwachung zu sorgen. Geeignete Schutzausrüstung umfasst im Allgemeinen Atemschutzausrüstung, Schutzanzug, Handschuhe und Sicherheitsstiefel.

Auswahl geeigneter Schutzkleidung

Um eine Kreuzkontamination zu verhindern (d. h. an der Haut oder der Unterwäsche anhaftende Asbestfasern werden an nicht kontaminierte Orte getragen, freigesetzt und dann inhaliert), müssen Schutzanzüge eine hohe Barriere gegen luftgetragene Partikel besitzen (Kategorie III, Typ 5). Die Schutzkleidung muss folgende Anforderungen erfüllen:

  • hohe Partikelbarriere (Material, Nähte)
  • glatte Oberfläche, um das Anhaften von Partikeln zu verhindern
  • dichter Abschluss an Arm- und Beinöffnungen (Gummizüge an Arm- und Beinabschlüssen)
  • kompatibel mit anderer PSA (Masken, Schutzbrillen, Handschuhe)
  • hoher Tragekomfort und hohe Bewegungsfreiheit

Bestehende nationale Regelungen können sogar noch weiter gehen. So schreibt das am 15. März 2013 in Kraft getretene neue franzöische Dekret n° 2012-639 die Verwendung eines Einwegschutzanzugs mit gesteppten und heiß überklebten oder verschweißten Nähten vor, der mindestens die Anforderungen an Typ 5 erfüllt. Darüber hinaus können bestimmte Tätigkeiten im Rahmen der Asbestsanierung den Einsatz flüssigkeitsdichter Schutzanzüge (CE Kategorie III, Typ 3 und 4) erfordern.

DuPont™ Tyvek® – Langlebiger und robuster Schutz gegen feine Partikel und Fasern

Schutzanzüge aus DuPont™ Tyvek® wie Tyvek® Classic Plus und Tyvek® Classic Xpert bieten eine außerordentlich hohe Barriere gegen luftgetragene Partikel (Typ 5).

Vergleicht man die Barriereleistung mit anderen Typ 5 Anzügen ausMikroporösem Film (MPF) und SMS (Spunbond/Meltblown/Spunbond), besitzen die Tyvek® Modelle mit durchschnittlich weniger als 1 % eine deutlich geringere Durchschnittliche nach innen gerichtete Leckage (TILa) gemäß EN ISO 13982-2*. Die Norm für Typ 5 erlaubt einen Wert von bis zu 15 % bei 8 von 10 getesteten Anzügen.

EN 1073-2** beschreibt ein Verfahren zur Messung der in einen Schutzanzug eingedrungenen Partikel. Das Ergebnis wird als nomineller Schutzfaktor (Nominal Protection Factor, NPF) eines Anzugs angegeben. Tyvek® Classic Plus und Tyvek® Classic Xpert erfüllen die Anforderungen der Klasse 2 (NPF > 50), während die meisten anderen Typ 5 Schutzanzüge nur Klasse 1 erfüllen (siehe Tabelle).

Dank der einzigartigen vliesähnlichen Struktur von Tyvek®, die eine langlebige Barriere gegen luftgetragene Partikel und zahlreiche wasserbasierte anorganische Chemikalien bildet, bleibt die Schutzwirkung auch dann intakt, wenn die Außenseite stellenweise abgerieben ist. Bei MPF wird die schützende äußere Schicht leicht durch Abrieb beschädigt, während bei SMS auf Grund seiner offenen Struktur mehr Partikel ins Anzuginnere gelangen (siehe Tabelle).

Tyvek® besitzt nicht nur eine hohe Abrieb- und Reißfestigkeit, es ist zugleich leicht und weich sowie luft- und wasserdampfdurchlässig und bietet so einen hohen Tragekomfort. Auf Grund der glatten Materialoberfläche und der antistatischen Ausrüstung bleiben keine Partikel am Anzug haften.

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