Feuchtigkeitsbeständigkeit von Tyvek® höher als bei medizinischen Papieren

Feuchtigkeitsbeständigkeit | DuPont™ Tyvek®

Im Gegensatz zu medizinischen Papieren weist DuPont™ Tyvek® eine herausragende Feuchtigkeitsbeständigkeit auf. Dabei zieht Wasser nicht in Tyvek® ein, sondern sammelt sich einfach in Tropfen an der Oberfläche. Der Grund: Tyvek® ist hydrophob, nimmt also keine Feuchtigkeit auf, so dass dieses Material entscheidende Vorteile gegenüber medizinischen Papieren bietet.

Wenn medizinisches Papier Feuchtigkeit aufnimmt, verliert es beispielsweise an Festigkeit und Durchstoßsicherheit. Dies kann sich immens auf die Integrität der Verpackung auswirken, insbesondere während der Distribution. Im krassen Gegensatz zu medizinischen Papieren behält Tyvek® stets seine überragende Festigkeit, unabhängig davon, ob das Material nass oder trocken ist.

Neben der herausragenden Feuchtigkeitsbeständigkeit zeichnet sich Tyvek® durch seine hohe Wasserdampfdurchlässigkeit aus. Dies ist insbesondere für die Ethylenoxid-Sterilisation (EO-Sterilisation) von Bedeutung, bei der Wasser in Form von Dampf hinzugefügt wird, da die Feuchtigkeit die Wirksamkeit von EO als Sterilisationsmittel erhöht. Medizinische Papiere absorbieren Wasserdampf, so dass keine hohe Durchlässigkeit von Dampf zum Verpackungsinhalt erreicht werden kann.

Oxidative Niedertemperatur-Sterilisationsverfahren, beispielsweise Wasserstoffperoxid-Plasma , sind für zellulosehaltiges Material wie medizinische Papiere nicht geeignet, da dieses Material rapide mit dem Oxidationsmittel und den Superoxid-Radikalen reagiert. Dies kann zum Abbruch des Zyklus aufgrund unzureichender Konzentration des Sterilisationsmittels führen. Tyvek® besteht aus hochdichtem Polyethylen (HDPE), so dass sich eine wirksame Konzentration des EO-Sterilisationsmittels erzielen lässt. Obwohl Tyvek® nur leicht mit dieser Art von Sterilisationsmitteln reagiert, steigt die Oberflächenenergie. Dies kann zu einem Absinken der Wassersäule bei industriell gefertigten Produkten führen, bei denen mehrere Sterilisationszyklen validiert werden. Die Leistungsfähigkeit von Tyvek® als Sterilbarriere ist nicht gefährdet; die Ergebnisse der Flüssigkeitsprüfmethoden für die Beurteilung der Verpackungsintegrität (z. B. Farbstoffdurchdringung oder Wasserimmersion) können jedoch von den Ergebnissen für unbehandeltes Material abweichen.

Es ist zu beachten, dass Medizinprodukte- und Pharmazeutikaverpackungen unter Umständen auch widrigen Bedingungen ausgesetzt werden, beispielsweise Regen in einer Ladezone oder gar Überschwemmungen. In diesem Fall ist die Dauer und das Ausmaß einer solchen Aussetzung in der Regel nicht bekannt. Die meisten Medizinproduktehersteller kennzeichnen Verpackungen als „steril, wenn nicht geöffnet und nicht beschädigt‟; eine Kontamination mit Wasser würde daher nach dieser Definition als Beschädigung gelten.

Tyvek® weist eine überragende hydrostatische Druckhöhe im Vergleich zu medizinischen Papieren auf. Die Wassersäule bezeichnet den erforderlichen Druck, mit dem drei Tropfen Wasser durch ein Substrat gepresst werden. Je höher der Wert, desto höher ist die Widerstandsfähigkeit der Verpackung gegenüber Wasser.