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Angriff an mehreren Stellen - Chlorthalonil schützt Carboxamide und Azole

Angriff an mehreren Stellen - Chlorthalonil schützt Carboxamide und Azole

Ein altbewährter Wirkstoff gewinnt für die Fungizidstrategie in Weizen und Gerste an Bedeutung. Er kann als Baustein im Resistenzmanagement verwendet werden.

Chlorthalonil hat selbst nach mehr als 50 Jahren Anwendung nichts von seiner Wichtigkeit eingebüßt. Es ist der einzige Wirkstoff aus der Gruppe der Chloronitrile, der im Pflanzenschutz zugelassen ist. Chlorthalonil greift an mehreren Stellen im pilzlichen Stoffwechsel an. Deswegen ist der Wirkstoff als Multi-Site-Inhibitor eingestuft. Damit unterscheidet er sich grundsätzlich von den Wirkstoffen, die an nur einem einzigen Wirkort angreifen – wie Strobilurine, Carboxamide oder Triazole.

Schutzschicht beugt vor

Chlorthalonil haftet nach der Applikation fest an der Pflanzenoberfläche und bildet dort eine Schutzschicht. Deswegen wirkt Chlorthalonil ausschließlich vorbeugend. Der pilzliche Stoffwechsel wird durch den Multi-Site-Inhibitor an vielen Stellen gleichzeitig gehemmt oder unterbrochen. Die Sporen können nicht keimen. Stärken liegen in der Bekämpfung von Septoria tritici und Septoria nodorum im Weizen sowie von Ramularia collo-cygni (Erreger des Blattfleckenkomplexes) in der Gerste.

Die starke Wirkung von Chlorthalonil gegen Septoria tritici und Ramularia collo-cygni ist von besonderer Bedeutung für das Resistenzmanagement. Denn beide Schadpilze sind bereits weitgehend resistent gegenüber den Strobilurinen.

Schleichende Entwicklung

Septoria tritici entwickelt zunehmend Resistenzen gegenüber den Triazolen. Die Entwicklung ist allerdings nicht abrupt, sondern eher schleichend. Häufige und wiederholte Nutzung von Triazolen beschleunigt jedoch die Resistenzbildung. Gegenüber Ramularia collo-cygni sind die Azole jedoch weiterhin voll wirksam. Für die Wirkstoffgruppe der Carboxamide wurde bisher keine Resistenzentwicklung von Septoria tritici und Ramularia collo-cygni beobachtet. Das Risiko wird allerdings als relativ hoch eingeschätzt. Deswegen müssen Carboxamide wie auch die Azole geschützt werden.

Demgegenüber ist das Risiko einer Resistenzbildung gegenüber dem Multi-Site-Inhibitor Chlorthalonil naturgemäß sehr gering. So ist trotz intensiven Einsatzes von Chlorthalonil in den vergangenen Jahrzehnten kein Fall von Resistenz gegenüber diesem Wirkstoff aufgetreten. Durch den konsequenten Einsatz von Chlorthalonil werden somit die anderen Wirkstoffgruppen entlastet. Die Wirkung gegen die Krankheiten ist sichergestellt.

Dr. Norbert Schlang, DuPont Pflanzenschutz

Quelle: agrarzeitung 07/2013

Weiterführende Informationen zu unseren Chlorthalonil-haltigen Produkten finden Sie unter Credo® und Credo® Opus®4 Top Pack

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