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ROSTSCHUTZ NICHT VERGESSEN I

ROSTSCHUTZ NICHT VERGESSEN

WAS HABEN DIE ROSTKRANKHEITEN GEMEINSAM?

Die Getreideroste gehören zur Gattung Puccinia und stellen eine der größten, artenreichsten und am stärksten spezialisierten Gruppen von Krankheitserregern an Pflanzen dar (Übersicht 1). Sie zählen zu den wichtigsten Schaderregern im Getreideanbau, da sie häufig auftreten und zu hohen Ertragsausfällen führen können.

Gefürchtet sind die sogenannten Rostjahre, in denen Rost oft schon früh und besonders stark auftritt und dadurch zu hohen Ertragsverlusten führen kann. Begünstigt werden solche Rostepidemien, wenn die Rostart schon im Vorjahr stark aufgetreten ist und durch milde Winter das Getreide schon sehr früh im Frühjahr oder sogar schon vor dem Winter infiziert wurde (Stichwort „grüne Brücke“). So startet die Krankheit dann schon mit Vorsprung in die neue Vegetationsperiode, wie es z. B. beim Gelbrost im Frühjahr 2014 (und teilweise auch in 2015) der Fall war.

Übersicht 1: Welche Rostart befällt welches Getreide?

Übersicht 2: Entwicklungsbedingungen der verschiedenen Rostarten

Symptome Braunrost - Entwicklung von Braunrost

Vielen Rostarten ähnlich ist, dass warme trockene Tage gefolgt von kühlen Nächten mit Taubildung günstig für die Entwicklung sind. Die optimalen Temperaturen für die verschiedenen Rostarten unterscheiden sich aber etwas (Übersicht 2).

Der Schwarzrost benötigt zwingend einen Zwischenwirt (Berberitze) für die Überwinterung. Braunroste und Gelbrost haben zwar Zwischenwirte, können aber auch auf Getreidepflanzen überwintern.

In vielen Fällen werden die Rostsporen über den Wind eingeschleppt. Dieser windbürtige Transport kann Entfernungen von mehreren 100 bis 1.000 km überbrücken.

BRAUNROST

Der Braunrost kommt an fast allen Getreidearten vor. Trotz ähnlicher Symptome handelt es sich aber um verschiedene Arten, die die verschiedenen Getreide befallen. Je nach Getreideart tritt Braunrost selten bis sehr häufig auf (Übersicht 2).

Braunrost tritt an Weizen recht häufig auf. Starke Epidemien mit hohen Ertragsausfällen sind zwar nur alle paar Jahre zu beobachten, aber auch schwächerer oder später Befall macht sich oft noch im Ertrag bemerkbar.

Im Gegensatz zum Weizen-Braunrost ist der Braunrost im Roggen die bestimmende Krankheit. Epidemien treten recht häufig auf und führen regelmäßig zu empfindlichen Ertragseinbußen. Der Roggen-Braunrost stellt ähnliche Ansprüche an Temperatur und Feuchtigkeit wie der Weizen-Braunrost. Er ist aber etwas besser an kühlere Temperaturen angepasst und kann daher früher auftreten.

Der Braunrost der Gerste ist besser bekannt als Zwergrost. Der Name ist auf die besonders kleinen Rostpusteln zurückzuführen. Normalerweise tritt Zwergrost relativ spät auf und so sind starker Befall und Epidemien eher selten. In den letzten Jahren wird Zwergrost aber vermehrt früh beobachtet. Früher Befall kann durchaus ertragsrelevant werden.

In der Triticale tritt Braunrost weniger häufig auf. Meistens handelt es sich dann um Weizen-Braunrost. Infektionen mit Roggen-Braunrost in der Triticale sind deutlich seltener.

 

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Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformation lesen. Bitte beachten Sie die Warnhinweise und -symbole in der Gebrauchsanleitung.