UKAEA setzt bei Schutzkleidung auf das Know-how von DuPont Personal Protection

UKAEA arbeitet mit DuPont zusammen, um die Sicherheit zu optimieren

Mitarbeiter der UKAEA legen ihre persönliche Schutzausrüstung vor Beginn der Tätigkeit unter Zuhilfenahme von Dritten in einem besonders kontrollierten Bereich an und ziehen diese ebenfalls in einer ausgewiesenen sicheren Zone nach Beendigung ihrer Arbeit wieder aus.

Die 'United Kingdom Atomic Energy Authority' (UKAEA) ist zuständig für den Rückbau des Atomstandorts Windscale an der Westküste von Cumbria/Großbritannien. Bis 2015 sollen, laut den Plänen der UKAEA, sämtliche dort verbliebenen Nuklearanlagen in einen nur noch minimale Interventionen erfordernden, sicheren Nachbetriebszustand versetzt werden und sämtliche Gebäude bis auf Bodenniveau abgebaut sein. Auf der Suche nach Schutzkleidung, die die strengen Anforderungen der EN-1073 zum Schutz vor radioaktiven Partikeln erfüllt, entschied sich die UKAEA für die Arbeit mit DuPont Personal Protection.

 

Modell für Reaktorrückbau

1981 wurden der gasgekühlte Reaktor in Windscale heruntergefahren und die Brennstäbe entfernt. Er gilt jetzt als Demonstrationsobjekt für den Rückbau. Zum Umfeld des Reaktors gehört eine Reihe durch Beton abgeschirmter Lagerräume. Diese Räume dienten dazu, benutztes Brennmaterial aus dem Reaktor heraus- und neues hineinzuschleusen. Heute enthalten sie nur noch verbliebene Betriebsabfälle, die nun zum Einlagern umgepackt werden, um die Lagerräume stilllegen zu können.

 

In einem vorgelagerten Kontrollraum kann das radioaktive Material durch 120 cm dicke Fenster, die zum Schutz der Mitarbeiter vor Strahlung mit je 700 l Zinkbromid gefüllt sind, in Augenschein genommen werden. Die Ingenieure im Kontrollraum arbeiten mit speziellen Manipulatoren, um die Abfälle im Lagerraum zu teilen, bevor sie verpackt und zum Einlagern vorbereitet werden. Das Risiko einer Strahlenexposition im Kontrollraum selbst ist extrem gering – in manchen Fällen sogar geringer als die natürliche Strahlenbelastung.

 

Dazu Gary McMinn, in den letzten Jahren zuständiger Sicherheitsingenieur bei UKAEA Windscale: „Strahlenschutzbeauftragte, Stilllegungspersonal, Ingenieure, Elektriker und Mechaniker tragen im Überwachungsgebäude Persönliche Schutzausrüstung: Schutzanzüge, Sicherheitsschuhe, Atemschutzgeräte und Handschuhe. Aus der langfristigen Beobachtung und den Erfahrungen der Mitarbeiter ging jedoch hervor, dass die bisher verwendete Ausrüstung den geforderten Sicherheitsstandards nicht immer genügte: Die Verfahren zum richtigen An- und Ablegen der Schutzausrüstung sowie das Design der Schutzkleidung waren verbesserungsbedürftig.“

 

Maßgeschneiderte Tyvek® Lösung

In enger Zusammenarbeit mit DuPont Personal Protection wurde für Arbeiten im Kontrollbereich eine Schutzbekleidung ausgewählt, die die Anforderungen der UKAEA und der EN 1073 erfüllt: der Schutzanzug Tyvek® 600 Plus mit integrierten Socken und Daumenschlaufen. Gemeinsam hat man auch Regeln zum sicheren An- und Ablegen der Schutzkleidung festgelegt.

 

Die Entscheidung fiel aufgrund der guten Barrierewirkung, der Reiß- und Abriebfestigkeit des Materials sowie des hohen Tragekomforts. Tyvek® ist fusselfrei, antistatisch ausgerüstet und bietet Schutz gegen feine Flüssigkeitsnebel und wasserbasierende Chemikalien geringer Konzentration. Auch Partikel bleiben auf der glatten Schutzanzugoberfläche kaum haften. Tyvek® besteht aus unzähligen, ultradünnen Endlosfasern aus Polyethylen hoher Dichte, die im Spinnverfahren hergestellt und dann unter Wärme und Druck zu einem atmungsaktiven Vlies verdichtet werden.

 

·         Der Tyvek® 600 Plus Schutzanzug mit Socken und Daumenschlaufen erfüllt die Anforderungen nach EN1073-2 in der Leistungsklasse 2.

·         Die Kapuze ermöglicht problemlos Kopfdrehungen, ohne, dass der dichte Abschluss des Klebebands an Atemmaske und Kapuze zerstört wird.

·         Integrierte Socken (die in den Sicherheitsstiefeln oder -schuhen getragen werden) und über dem Schuhwerk zu tragende Stulpen sorgen für zusätzlichen Schutz.

·         Daumenschlaufen verhindern ein Hochrutschen der Ärmel beispielsweise beim Strecken oder Greifen..

Im November 2004 begann man in Windscale, Tyvek® 600 Plus mit Daumenschlaufen und Socken und die neuen Verfahren zum An- und Ablegen der Schutzkleidung vor Ort zu testen. Es stellte sich schnell heraus, dass die neuen Anzüge eine bessere Passform besitzen, und die Akzeptanz und das Vertrauen der Mitarbeiter in das neue Produkt ging weit über das der früher verwendeten Ausrüstung hinaus.

 

McMinn weiter: „Das Feedback unserer Sicherheitsexperten und Anwender bestätigt auch weiterhin die Leistungsfähigkeit des Tyvek® 600 Plus mit Daumenschlaufen und integrierten Socken. DuPont steht auch weiterhin für technische Fragen oder Schutzkleidungslösungen für künftige Anwendungen zur Verfügung, um den Personenschutz bei der Arbeit kontinuierlich zu verbessern.“

 

Die UKAEA hat in Großbritannien fünf Standorte, an denen sie sich mit der Stilllegung von Kernkraftwerken, der Technologie sowie Forschung und Entwicklung auf diesem Gebiet befasst. Nach der erfolgreichen Erprobung von Tyvek® 600 Plus mit Daumenschlaufen und Socken in Windscale wurde dieses neue Anzugmodell als Schutzanzug für sämtliche UKAEA Standorte ausgewählt.