Schutzkleidung aus DuPont™ Tyvek® mit sehr hoher Permeationsbeständigkeit

Für die meisten sehen alle Schutzanzüge gleich aus, und die Auswahl des richtigen Schutzanzugs, der am besten gegen die Penetration und Permeation von Flüssigkeiten schützt, kann eine komplexe Aufgabe sein. Zur Beurteilung der Barriereleistung bestimmten die Prüfer die Durchbruchzeiten (Permeationstest nach EN ISO 6529 – Methode A) verschiedener, in der Praxis gebräuchlicher Chemikalien an den häufig für Typ 4, 5 und 6 Schutzkleidung mit begrenzter Einsatzdauer verwendeten Materialien Tyvek®, SMS (Spunbond-Meltblown-Spunbond) sowie MPF (Mikroporöser Film).

 

Bei der Penetration durchdringen Flüssigkeiten das Anzugmaterial durch Poren oder Öffnungen des Materials. Permeation bezeichnet das Durchdringen von Flüssigkeiten oder Gasen durch das Anzugmaterial auf molekularer Ebene. Um den Widerstand eines Schutzkleidungsmaterials gegenüber Permeation einer Chemikalie zu bestimmen, werden die Durchbruchzeit sowie die Permeationsrate, mit der die Chemikalie durch das Material dringt, gemessen.

 

Für den Permeationstest wählten die Prüfer zur Bestimmung der normalisierten Durchbruchzeit eine 40%ige Natronlauge und eine 18%ige Schwefelsäure, zwei in der Industrie gängige Chemikalien. Mit einer Durchbruchzeit von mehr als 480 Minuten für beide Substanzen lag der mit Tyvek® gemessene Wert rund 10 Mal höher als für MPF. Bei SMS war ein sofortiger Durchbruch zu verzeichnen.

 

Penetrations- und Abweisungstests nach EN ISO 6530 ergaben dagegen kaum Unterschiede zwischen den drei Materialien. Dies legt den Schluss nahe, dass alle drei eine identische Chemikalienbarriere besitzen. Allerdings sieht der Penetrationstest nach EN ISO 6530 eine Gefahrstoffexposition von lediglich einer Minute Dauer vor – was in der Praxis kaum vorkommt –, während der Permeationstest nach EN ISO 6529 („Schutzkleidung – Schutz gegen Chemikalien – Bestimmung des Widerstands von Schutzkleidungsmaterialien gegen die Permeation von Flüssigkeiten und Gasen“) Hinweise auf das langzeitige Verhalten (z. B. während eines achtstündigen Arbeitstages) eines Materials gibt und damit für die Praxis aussagekräftiger ist.

 

Tyvek® ist ein einzigartiges Material. Es besteht aus hochfesten Endlosfasern aus Polyethylen hoher Dichte und besitzt als Chemikalienschutzanzug der Kategorie III eine sehr hohe Chemikalienbarriere. Die vliesähnliche Struktur des Materials ergibt eine mehrlagige Barriere, so dass die Schutzwirkung auch nach Abrieb einzelner Außenschichten intakt bleibt. Seine glatte Oberfläche verhindert, dass Flüssigkeiten und Partikel an der Schutzkleidung haften bleiben. Tyvek® ist fusselarm, extrem widerstandsfähig, und es besitzt eine hohe Reiß-, Weiterreiß- und Abriebfestigkeit. Zudem ist es atmungsaktiv, weich und flexibel und schränkt den Träger nicht in seiner Bewegungsfreiheit ein. Darüber hinaus werden Material bei der Herstellung weder Additive noch Füllstoffe zugesetzt.

 

Das Portfolio an Tyvek® Schutzkleidung umfasst Tyvek® 500 Industry, Tyvek® 500 Xpert und Tyvek® 600 Plus, Tyvek® 400 Dual und Tyvek® 500 Labo. Unser Ziel ist es, jeden Einzelnen in seiner individuellen Situation zu schützen, und wir achten auf jedes Detail. Dies ist der Grund, warum Tyvek® den Unterschied macht.