Persönliche Schutzausrüstung richtig auswählen und tragen

Schutzanzüge schützen den Träger vor der Kontamination durch Gefahrstoffe in seiner Arbeitsumgebung: flüssige und feste Chemikalien, Öle, nicht-toxische Flüssigkeiten, luftgetragene Substanzen, Stäube und Fasern. In einigen Bereichen wie Labors oder an Verbrechens-Tatorten dient Schutzkleidung auch dazu, eine Kontamination der Umgebung durch den Menschen, etwa durch Haare, Hautpartikel oder Kleidungsfasern, zu verhindern. Das Tragen von Schutzkleidung alleine bietet jedoch noch keine hundertprozentige Sicherheit. Vielmehr müssen zahlreiche Faktoren berücksichtigt werden, damit die gewählte Schutzkleidung auch die gewünschte Schutzleistung bietet.

Auswahl und Einsatz

Angesichts des vielfältigen Angebots kann die Auswahl der für eine Anwendung am besten geeigneten Schutzkleidung zu einer schwierigen Aufgabe werden. Daher ist zunächst eine sorgfältige Risikoanalyse erforderlich, um die Art der Gefährdung (Chemikalien, ungefährliche Flüssigkeiten, Strahlung usw.), die Dauer der Exposition sowie den sich daraus ergebenden erforderlichen Schutzgrad zu ermitteln. Je mehr Faktoren bei der Risikoanalyse berücksichtigt werden, desto einfacher ist letztendlich die Entscheidung, welche Schutzkleidung am besten geeignet ist.

Die wichtigsten Kritierien bei der Auswahl sind:

  •  Barriereleistung (Penetration und Permeation)
  • Festigkeit (Widerstandsfähigkeit der Schutzkleidung)
  • Qualität (Anzugmaterial, Reißverschlüsse, Nähte, Tragekomfort, Größe und Passform)
  • Benutzerfreundlichkeit
  • Umweltverträglichkeit (sichere und kostengünstige Entsorgung)
  • Kosten (die Entscheidung sollte allerdings nicht nur auf Grund des Preises gefällt werden)
  • Tests (nach der Auswahl des für eine Anwendung geeigneten Schutzanzugs sollte ein Tragetest unter realen Einsatzbedingungen durchgeführt werden)

Die Wahl der richtigen Größe beeinflusst nicht nur die Schutzwirkung, sondern auch den Tragekomfort. Eine falsche Größe kann ernste Konsequenzen haben: Ist der Anzug zu groß, kann er in Produktionsanlagen gezogen und eingeklemmt werden; ist er dagegen zu klein, kann er die Bewegungsfreiheit des Trägers stark einschränken oder er kann sogar reißen. Daher ist bei der Auswahl nicht nur auf die erforderliche Barriereleistung, sondern auch auf die richtige Größe und Passform zu achten. DuPont arbeitet kontinuierlich an der Verbesserung der Passform und der Barriereleistung seiner Schutzanzüge und hat kürzlich den neuen Tyvek® 500 Xpert präsentiert. Dieser besitzt gegenüber seinem Vorgänger eine verbesserte Passform, höhere Bewegungsfreiheit und vor allem noch höheren Typ 5, 6 Schutz. Seine neue Verpackung enthält neben der Größentabelle Expertentipps zum korrekten An- und Ausziehen in Form von einfachen Piktogrammen.

 

 

Anziehen des Schutzanzugs

Anziehen des Schutzanzugs

Ausziehen des Schutzanzugs

Ausziehen des Schutzanzugs

Anziehen des Schutzanzugs

Das korrekte Anziehen eines Schutzanzugs ist entscheidend für seine Schutzleistung. Nach Auswahl des richtigen Schutzanzugs und der richtigen Größe suchen Sie einen kontaminationsfreien Umkleideraum auf, der sich abseits der Arbeitsumgebung befindet. Nehmen Sie alle Gegenstände, die Sie bei der Arbeit behindern könnten, aus den Taschen Ihrer Kleidung und bewahren Sie sie an einem sicheren Ort auf. Setzen Sie sich auf einen Stuhl und ziehen Sie Ihre Schuhe aus. Schlüpfen Sie vorsichtig mit einem Fuß in das Anzugbein, dann mit dem anderen. Danach ziehen Sie Ihre Sicherheitsschuhe oder –stiefel an und verschnüren und sichern sie. Ziehen Sie nun das erste Paar Handschuhe an. Stehen Sie auf und ziehen Sie den Reißverschluss bis zur Hüfte hoch. Dann schlüpfen Sie mit den Armen in die Ärmel. Bevor Sie den Reißverschluss vollständig schließen, setzen Sie Schutzbrille, Maske usw. auf und stellen sicher, dass diese gut und bequem sitzen und gut abschließen. Stülpen Sie nun die Kapuze über den Kopf und ziehen Sie den Reißverschluss ganz nach oben. Drücken Sie den Schieber nach unten, um den Reißverschluss zu verriegeln. Nun ziehen Sie das zweite Paar Handschuhe über die Unterhandschuhe und die Ärmelbündchen des Anzugs. Es wird empfohlen, alle Übergänge und eventuellen Lücken mit Tape zu überkleben. Dazu gehören die Handschuhbündchen sowie der Abschluss der Kapuze an der Maske. Beim Anziehen sollte immer ein Kollege dabei sein, der den korrekten Sitz des Anzugs überprüft und sicherstellt, dass keine undichten Stellen existieren.

Ausziehen des Schutzanzugs

Beim Ausziehen und bei der Entsorgung eines Schutzanzugs mit begrenzter Einsatzdauer ist größtmögliche Vorsicht geboten, denn an der Oberfläche anhaftende Kontaminationen könnten mit der Haut des Trägers, seinem Haar, anderen Kollegen oder sogar seiner Familie in Berührung kommen. Den Schutzanzug immer in einem kontaminationsfreien Raum ausziehen. Vor dem Ausziehen Handschuhe und Stiefel reinigen, um das Aufwirbeln von Staub zu vermeiden. Auch Masken und Reißverschlussabdeckungen müssen abgewischt werden. Alle entfernten Objekte wie Klebebänder sofort in einen Behälter für chemische Abfälle geben, der speziell für diese Zwecke bereitsteht. Behalten Sie zunächst die Handschuhe an und rollen Sie die Kapuze nach hinten. Vermeiden Sie dabei, dass die Außenseite der Kapuze den Kopf berührt. Öffnen Sie den Reißverschluss des Anzugs und stülpen Sie über Ihre Schultern, indem Sie die Innenseite nach außen rollen. Nehmen Sie beide Hände nach hinten und ziehen Sie die Ärmel ganz herunter. Setzen Sie sich und ziehen Sie die Schuhe aus. Dann rollen Sie den Anzug nach unten über Ihre Knie und ganz nach unten. Stellen Sie dabei sicher, dass die kontaminierte Seite nicht mit Ihnen oder Ihrer Kleidung in Berührung kommt. Anschließend stecken Sie den Anzug in den mitgelieferten Beutel. Achten Sie darauf, dass Sie den Anzug immer auf der nichtkontaminierten Innenseite greifen, um den Kontakt mit dem Gefahrstoff zu vermeiden. Erst danach ziehen Sie Ihre Handschuhe aus.

Das Ausziehen des Anzugs führt zur Kontamination der Umgebung. Daher muss dieser Ort ebenfalls gereinigt werden. Ein Verlassen der Gefahrenzone mit kontaminierter Kleidung bedeutet nicht nur ein Risiko für den Träger, sondern auch für unbeteiligte Personen.

Schulungen

Übung macht den Meister. Daher bietet DuPont seinen Kunden und Distributoren regelmäßig Schulungen zum sicheren An- und Ablegen von Schutzkleidung und zeigt, wie sich durch korrekte Entsorgung eine Kreuzkontamination vermeiden lässt. Schutzanzüge sollten nur von Personen getragen, abgelegt und entsorgt werden, die im speziellen Umgang damit geschult wurden.

Weitere Informationen

Das Angebot an Schutzanzügen mit begrenzter Einsatzdauer kann verwirrend erscheinen, vor allem, wenn Sie nach dem Material suchen, das Ihre Mitarbeiter bei ihrer täglichen Arbeit am besten schützt. Wir bei DuPont glauben, dass Tyvek® den Unterschied macht. Daher haben wir eine Reihe kleiner kurzer Videos für Sie vorbereitet, die den Unterschied zwischen Tyvek®, SMS und Mikroporösem Film veranschaulichen und Sie dabei unterstützen, den richtigen Schutzanzug für Ihre Zwecke auszuwählen.