Persönliche Schutzausrüstung in der Landwirtschaft

Persönliche Schutzausrüstung in der Landwirtschaft

Arbeitskräfte in der Landwirtschaft sind vorrangig zwei Arten von Risiken ausgesetzt.

Obwohl klassische virale Tierseuchen (z. B. Schweinepest, Maul- und Klauenseuche und Geflügelpest) nicht auf den Menschen übertragbar sind, können Menschen, die in engem Kontakt mit infizierten Tieren arbeiten, z. B. Landwirte oder Tierärzte, die Viren an einen anderen Ort verschleppen (Kreuzübertragung). Viele Viren befinden sich auf Haut, Haaren und der Kleidung und können über einen längeren Zeitraum aktiv bleiben.

Mittlerweile hat der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zum Schutz von Kulturpflanzen – 23.000 Tonnen/Jahr an Pestiziden, Herbiziden und dergleichen in Großbritannien – dazu geführt, dass die Arbeit in der Landwirtschaft zu einer der gefährlichsten Tätigkeiten überhaupt geworden ist. Aus diesem Grund sollte jeder, der im Rahmen seiner Arbeit mit Pestiziden oder Tieren in Kontakt kommt, eine entsprechende persönliche Schutzausrüstung tragen, um sich und nicht kontaminierte Bereiche vor einer Kontamination zu schützen. Die Wahl der richtigen Schutzkleidung hängt sehr stark von den jeweiligen Expositionsbedingungen und der chemischen Toxizität der verwendeten Substanz ab.

Schutz beim Umgang mit Pflanzenschutzmitteln während der Vorbereitung und Anwendung

Um sich effektiv beim Umgang oder der Exposition mit Pflanzenschutzmitteln zu schützen, werden Chemikalienschutzanzüge der CE-Kategorie III Typ 4 (Schutz gegen Sprühnebel) als Mindestschutz empfohlen. Schutzkleidung der Kategorie III Typ 4 schützt den Träger beim Umgang mit Pflanzenschutzmitteln zuverlässig vor einer Vielzahl an wässrigen Sprühnebeln (Typ 4) und aktiven Wirkstoffen in Form von Feststoffpartikeln (Typ 5) und bietet begrenzten Schutz gegen flüssige Chemikalien (Typ 6).

Das Expositionsrisiko gegenüber niedrigen oder hohen Konzentrationen aktiver Wirkstoffe, Lösemittel oder Verdünnungsmittel ist während der Vorbereitung, Anwendung, Reinigung, dem Entleeren von Behältern oder bei einer Fehlfunktion der Sprühvorrichtung besonders hoch. In diesen Fällen empfehlen wir das Tragen einer Schürze oder eines Kittels mit entsprechender Barriere gegen chemische Permeation über dem Anzug, um die am stärksten gefährdeten Körperbereiche gegen organische Chemikalien zu schützen. Dies ermöglicht eine optimale, praktikable Lösung mit einer hohen Chemikalienbarriere an möglichen Expositionsstellen bei zugleich hohem Tragekomfort.

Egal, ob es sich um eine leichte Exposition (Besucher, Wartungspersonal, Prüfpersonal, Arbeitskräfte, die mit behandelten Pflanzen in Kontakt kommen) oder starke Exposition (Anwender und Arbeitskräfte, die Spritzmischungen vorbereiten, Kontakt mit Abfällen haben oder die Geräte reinigen) handelt - eine geeignete persönliche Schutzausrüstung sorgt für zusätzliche Sicherheit.

Bei der Auswahl müssen die chemischen Permeationsdaten des Barrierematerials sowie die Art des Pflanzenschutz- und Verdünnungsmittesl berücksichtigt werden.

Schutz vor von Tieren ausgehenden Gefahren

Infektiöse Partikel können auf unterschiedlichen Wegen übertragen werden. Sie können sogar in Staub enthalten sein. Deshalb sollten sich Arbeitskräfte und Besucher immer schützen. Schutzkleidung aus DuPont™Tyvek® Classic Plus kann  eine Übertragung durch den Menschen verhindern, denn sie bietet eine außerordentlich hohe Barriere gegen Partikel bis 1 µm Durchmesser. Bei vielen Schutzanzügen (besonders bei solchen mit unzureichenden Nähten) kann Staub durch den Anzug dringen. Daher werden für einen wirksameren Schutz partikeldichte Schutzanzüge mit partikeldichten Nähten und Verschlüssen empfohlen. Aufgrund der abgeklebten Nähte und der Möglichkeit, den Reißverschluss mit einer selbstklebenden Abdeckung abzukleben, ist Tyvek® Classic Plus die ideale Lösung für Anwendungen, bei denen keine Nass-Dekontaminierung erforderlich ist.

Allerdings sollten Tierärzte, Landwirte und andere Personen, die mit lebenden Tieren, infizierten Fäkalien oder Körperflüssigkeiten sowie Tierkadavern in Kontakt kommen, flüssigkeitsdichte Schutzanzüge tragen. Diese Schutzkleidung sollte darüber hinaus auch bei der Anwendung von Reinigungs- und Desinfektionsmitteln (beispielsweise Ameisensäure) getragen werden. Die Schutzkleidung muss flüssigkeitsdichte Nähte und Verschlüsse besitzen, die über die gesamte Arbeitszeit flüssigkeitsdicht bleiben. Das DuPont™Tychem® C Material hat alle relevanten Bio-Barrieretests gemäß EN 14126 (in den höchsten Leistungsklassen) bestanden; die Nähte und Verschlüsse der Tychem® C Schutzkleidung haben Sprühtests mit bis zu 3 bar bestanden. Die Tychem® C Schutzkleidung bietet eine sehr hohe Schutzwirkung gegen die Kontamination durch Flüssigkeiten.

Dekontamination mit Desinfektionsmitteln

Es gehört zur guten Biosicherheitspraxis, Schutzkleidung nach dem Tragen zu desinfizieren. In vielen Ländern wurden spezielle Vorschriften (beispielsweise zur Nass-Dekontaminierung von Schutzanzügen) eingeführt, um die Träger von Schutzkleidung vor verschiedenen Arten einer Kreuz-Kontamination zu schützen und die Verbreitung von Krankheitserregern (beispielsweise Erreger der Vogelgrippe oder der Maul- und Klauenseuche) zu reduzieren. DuPont™ Virkon® S (www.virkons.com) ist ein ideales Desinfektionsmittel für die Dekontamination von persönlicher Schutzkleidung und kann auch für die Desinfektion nass kontaminierter Schutzanzüge aus Tychem® C verwendet werden (siehe www.ahs.dupont.com). Material, Nähte und Verschlüsse der Schutzanzüge aus Tychem® C sind gegenüber Desinfektionsmitteln genauso dicht wie gegenüber Chemikalien, biologischen Gefahrstoffen und Bakterien.

Desinfektionsmittel mit einer höheren Toxizität könnten das Material des Schutzanzugs dagegen auf molekularer Ebene durchdringen. Um auch vor diesen Desinfektionsmitteln zu schützen, ist ein Barrierematerial mit einer höheren Schutzwirkung erforderlich. In diesen Fällen kann Tychem® F eine optimale Lösung sein. Tychem® C und Tychem® F haben die relevanten Bio-Barrieretests gemäß EN 14126 in den höchsten Leistungsklassen bestanden. Beide Schutzanzüge sind geeignet, um Arbeiter in der Nahrungsmittelproduktion effizient zu schützen.

Weitere Informationen zum effektiven Schutz im Umgang mit Pflanzenschutzmitteln, finden Sie hier.

Virkon® S ist eine eingetragene Marke von E.I.du Pont de Nemours and Company oder deren Tochtergesellschaften. Alle Rechte vorbehalten.

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