Schutzkleidung für Rettungskräfte

Schutzkleidung für Rettungskräfte

Tabelle 1. Schutzkleidung von DuPont für Rettungskräfte

Feuerwehrleute und andere Rettungskräfte können im Einsatz mit vielen verschiedenen toxischen chemischen und biologischen Gefahrstoffen in Kontakt kommen. Ein Großteil der Industriechemikalien, blutgetragenen Pathogene sowie chemische und biologische Kampfstoffe können über die Haut sowie die Augen und die Lunge aufgenommen werden. Daher muss die zur Verfügung stehende Schutzkleidung eine zuverlässige Barriere gegen den jeweiligen Gefahrstoff bzw. die Gefahrstoffe besitzen.

Kriterien für die Auswahl von Schutzanzügen

Wichtige Kriterien bei der Auswahl von Schutzkleidung sind die Art und das Ausmaß der Gefährdung, ihre Wahrscheinlichkeit, Häufigkeit, der Schweregrad, die Lage, das Ausbreitungspotenzial, mögliche gleichzeitig auftretende andere Gefährdungen sowie die zur Bekämpfung zur Verfügung stehenden Ressourcen. So müssen Rettungskräfte Schutzkleidung häufig über einen längeren Zeitraum in stark beanspruchenden Umgebungen sowie an schwer zugänglichen Orten tragen. Dies erfordert Schutzkleidung, die nicht nur in technischer Hinsicht den erforderlichen Schutz bietet, sondern auch der Dauer und Intensität des Rettungseinsatzes Rechnung trägt.

Um Einatmen, Hautkontakt und Kontamination der Unterbekleidung zu vermeiden, ist bei Unfällen mit biologischen Gefahrstoffen das Tragen von Atemschutzgeräten, Schutzkleidung, Gesichts- und Augenschutz, Handschuhen und Schutzstiefeln erforderlich. Die Persönliche Schutzausrüstung (PSA) muss die richtige Größe besitzen, korrekt getragen, bei Beschädigung ersetzt und so ausgezogen werden, dass der Träger selbst oder andere Personen nicht kontaminiert werden. Anschließend muss die PSA so entsorgt werden, dass eine Verbreitung potenzieller Kontaminationen zuverlässig verhindert wird. Die einzelnen Ausrüstungen müssen aufeinander abgestimmt und kompatibel sein, so dass Sitz und Funktion nicht gegenseitig beeinträchtigt werden.

Schutz gegen biologische Kampfstoffe

Tychem® 6000 F besitzt eine effiziente Barriere gegen biologische Kampfstoffe. Tychem® 6000 F sollte immer dort eingesetzt werden, wo neben einer Gefährdung durch biologische Gefahrstoffe eine Gefährdung durch Chemikalien oder das Risiko einer dauerhaften Exposition besteht. Vor allem ist es wichtig, dass das Design des Anzugs ausschließt, Kampfstoffe durch den so genannten „Blasebalgeffekt“ an den Ärmel- oder Beinenden in den Anzug gesaugt werden können.

Schutz gegen chemische Kampfstoffe

Militärische Dekontaminierungsteams benötigen einen Dekontaminierungsanzug mit geringem Gewicht oder Schutzanzüge mit einer sehr hohen Schutzwirkung gegen alle Arten chemischer Kampfstoffe. Tychem® 6000 F bietet außerordentlich hohen Schutz über einen langen Zeitraum gegen alle getesteten chemischen Kampfstoffe als Flüssigkeit, Dampf oder Aerosol. Tychem® 6000 F wurde von den niederländischen TNO Laboratories getestet und erfüllt die Standard-Anforderungen der NATO für den Schutz gegen chemische Kampfstoffe. Die unten angeführten Ergebnisse zeigen, dass Tychem® 6000 F eine sehr effiziente Barriere gegen chemische Kampfstoffe bietet:

Permeationsdaten für chemische Kampfstoffe*: Tatsächliche Durchbruchzeit

 

Chemischer Kampfstoff
Tychem® 6000 F Tychem® 6000 FR ThermoPro Tychem® TK
Lewisit (L) MIL-STD-282 (100 g/m2)
360 360 >480
Sarin (GB), MIL-STD-282 (100 g/m2)
>480 >480 >480
Soman (GD), MIL-STD-282 (100 g/m2)
>480 >480 >480
Senfgas (HD), MIL-STD-282 (100 g/m2)
>480 >480 >480
Tabun (GA), MIL-STD-282 (100 g/m2)
>480 >480 >480
VX Nervenkampfstoff, MIL-STD-282 (100 g/m2)
>480 >480 >480
 
   
* Die chemischen Kampfstoffe wurden getestet gemäß  MIL-STD-282 bei 22°C und FINABEL 0.7 bei 37°C. Eine komplette Übersicht finden Sie im Online-Tool DuPont™SafeSPEC™. Die Permeationsdaten wurden im Auftrag von DuPont durch  TNO Laboratories bestimmt.