Die Weltkarte des Hungers wurde aktualisiert

Der Globale Index für Ernährungssicherheit wurde aktualisiert

Eine Aktualisierung des GFSI (Globaler Index für Ernährungssicherheit) wurde in Washington vorgestellt. 

Globaler Index für Ernährungssicherheit (GFSI) präsentiert 2016er Update

[Washington, DC] Am 9. Juni präsentierte Leo Abruzzese  von Economist Intelligence Unit (EIU) zusammen mit Rebecca Middleton (Alliance To End Hunger) und DuPont Vorstandsmitglied Jim Collins eine aktualisierte Version des Globalen Index‘ für Ernährungssicherheit in der amerikanischen Hauptstadt.

Die Ernährungssicherheit ist eine komplexe und extrem dynamische Größe in direkter Abhängigkeit von Kultur, Umwelt und geographischer Lage eines Landes. Der Index selbst ist ein Diagnosewerkzeug und misst die Verfügbarkeit, Bezahlbarkeit und Qualität von Nahrungsmitteln in 113 Ländern dieser Erde. Anhand der zahlreich und detailliert erhobenen Kennzahlen lassen sich lokale Handlungsbedarfe identifizieren die es Politik, Agrarsektor, öffentlicher Hand und Privatwirtschaft ermöglichen, Problemen gezielt entgegenzuwirken. Mit Unterstützung durch DuPont wird der Index von der Intelligence Unit des Economist (EIU) erstellt und gepflegt.

Obwohl Unterernährung weltweit leicht rückläufig ist, leidet immer noch jeder neunte Mensch Hunger. Die Entwicklungsländer am unteren Ende der Skala verbindet Ihre Anfälligkeit für extreme Wetterbedingungen wie Dürren und Überflutungen. Ernteverluste durch den fortschreitenden Klimawandel können besonders hier dramatische Anstiege der Nahrungsmittelpreise verursachen. Der Index betont die Notwendigkeit, diesen einkommensschwachen Ländern zu helfen, durch gezielte Förderung Anschluss an das Mittelfeld zu finden.  

Deutschland belegt in der Gesamtrangliste einen hervorragenden sechsten Platz. Das Land profitiert von einer hohen Verfügbarkeit (3. Platz hinter USA & Irland) und preisgünstigen Lebensmitteln (Platz 9). Als verbesserungswürdig gelten die Höhe der staatlichen Investitionen in Forschung und Entwicklung im Agrarsektor sowie im Besonderen die Verfügbarkeit von Spurenelementen im Nahrungsangebot (v.a. bei pflanzlichem Eisen). Im regionalen Vergleich von Qualität und Sicherheit hinkt das Land vor allem seinen europäischen Nachbarn hinterher (Platz 20).

Der Index kann sowohl online eingesehen als auch heruntergeladen werden und bietet zahlreiche Filter- und Vergleichsmöglichkeiten.